Patienteninformation · Erkrankungen Ohren

Schwindel und Gleichgewichts-
störungen

Schwindel entsteht, wenn Informationen aus Gleichgewichtsorgan, Augen, Nerven oder Halswirbelsäule nicht zusammenpassen.

Illustration zu Schwindel und Gleichgewichtsstörungen

Überblick

Wir empfinden Schwindel, wenn die Informationen über unsere Umwelt aus dem Gleichgewichtsorgan, den Augen, den Nervenbahnen der Beine und des Rumpfes sowie der Halswirbelsäule nicht miteinander übereinstimmen.

Wann sollte eine Abklärung erfolgen?

  • Drehschwindel, Schwankschwindel oder Unsicherheit
  • Schwindel mit Hörverlust oder Ohrdruck
  • Stürze oder Gangunsicherheit
  • Plötzliche neurologische Begleitzeichen

Symptome

  • Drehschwindel
  • Schwankschwindel
  • Unsicherheit, insbesondere bei Bewegungen
  • Zusätzliche Hörminderung, Ohrgeräusche und Ohrdruck
  • Orientierungsverlust im Raum
  • Übelkeit und Erbrechen

Diagnostik

Bei Schwindel ist eine umfassende interdisziplinäre Diagnostik erforderlich.

Diese umfasst die HNO-ärztliche Untersuchung mit Hör- und Gleichgewichtstests, eine neurologische Untersuchung, eine augenärztliche Untersuchung sowie eine Untersuchung der Halswirbelsäule einschließlich Manualdiagnostik. Gegebenenfalls erfolgt zusätzlich eine Untersuchung des Kiefergelenkes (kraniomandibuläre Dysfunktion, CMD).

Therapie

Eine operative Behandlung ist insbesondere bei einem therapieresistenten Morbus Menière, einem Akustikusneurinom, einer chronischen Mittelohrentzündung mit Beteiligung des Gleichgewichtsorgans oder bei krankhaften Veränderungen der Halswirbelsäule erforderlich.

Die interdisziplinäre Behandlung steht dabei immer im Vordergrund und wird nach den Ergebnissen der interdisziplinären Diagnostik individuell ausgerichtet.