Patienteninformation · Erkrankungen Hals

Schwellungen am Hals

Schwellungen am Hals

Bild zu Schwellungen am Hals hinzufügen

Überblick

Schwellungen im Halsbereich sind häufig und können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Sie entstehen unter anderem durch vergrößerte Lymphknoten, angeborene Zysten oder Fisteln, Abszesse, gut- oder bösartige Tumoren sowie Fehlbildungen.

Eine sorgfältige Diagnostik ist erforderlich, um die Ursache festzustellen und die geeignete Behandlung einzuleiten.

Symptome

  • Tastbare oder sichtbare Schwellungen im Halsbereich, seitlich oder in der Halsmitte
  • Druckgefühl oder Schmerzen
  • Hautrötung und Überwärmung bei entzündlichen Veränderungen
  • Verdrängungsgefühl im Hals
  • Schluck- oder Atembeschwerden bei nach innen wachsenden Befunden
  • Neurologische Ausfälle oder Nervenlähmungen bei bösartigen Prozessen

Behandlung und Therapie

Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache.

Jede länger bestehende Schwellung im Halsbereich sollte durch eine umfassende Diagnostik abgeklärt werden. Häufig schließt sich eine operative Entfernung des Befundes an, da sich die endgültige Diagnose oftmals erst durch die feingewebliche Untersuchung stellen lässt.

Bei bösartigen Tumoren kann es sich um Halsmetastasen mit zunächst unbekanntem Ursprung handeln (CUP-Syndrom, Cancer of Unknown Primary). In diesen Fällen ist die gezielte Suche nach dem Primärtumor – beispielsweise im Bereich des Zungengrundes, des Rachens oder des Kehlkopfes – sowie dessen Behandlung ein wesentlicher Bestandteil des Therapiekonzeptes.

Angeborene Halszysten sollten vollständig entfernt werden. Bei Halsfisteln ist eine vollständige Resektion bis zu ihrem Ursprung, beispielsweise im Bereich der Gaumenmandeln, erforderlich, um Rückfälle zu vermeiden.

Liegt eine Schilddrüsenerkrankung als Ursache der Halsschwellung vor, erfolgt die weitere Behandlung in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit der Endokrinologie beziehungsweise Inneren Medizin.