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Schluckstörungen (Dysphagie)

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Überblick

Schluckstörungen (Dysphagie) sind häufig und äußern sich durch ein Fremdkörpergefühl im Hals (Globusgefühl) oder durch Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme.

Die Ursachen sind vielfältig und reichen von funktionellen Störungen über neurologische Erkrankungen bis hin zu gut- oder bösartigen Tumoren. Daher ist stets eine umfassende, häufig interdisziplinäre Diagnostik erforderlich.

Symptome

  • Fremdkörpergefühl beim Leerschlucken (Globusgefühl)
  • Vermehrter Speichelfluss
  • Schmerzen beim Schlucken
  • Erschwerte oder unmögliche Nahrungsaufnahme
  • Heiserkeit
  • Gewichtsabnahme
  • Regurgitation (Wiederhochwürgen bereits geschluckter Nahrung)

Diagnostik und Untersuchungen

  • HNO-ärztliche Untersuchung mit Endoskopie von Rachen, Kehlkopf und oberer Speiseröhre
  • Gegebenenfalls Panendoskopie in Narkose mit Untersuchung der gesamten Speiseröhre bis zum Magen
  • Bildgebung mittels Ultraschall, Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT)
  • Röntgen-Breischluck zum Nachweis eines Zenker-Divertikels oder von Schluckfunktionsstörungen
  • Bei Verdacht auf neurologische Ursachen entsprechende neurologische Diagnostik

Behandlung und Therapie

Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache.

Bei einem Globusgefühl sollten zusätzlich die Halswirbelsäule, mögliche Gefühlsstörungen sowie die Stimmfunktion im Rahmen einer phoniatrischen Untersuchung beurteilt werden.

Bei einer vergrößerten Schilddrüse erfolgt eine entsprechende Schilddrüsendiagnostik. Je nach Befund kann eine Verkleinerung der Schilddrüse oder die operative Entfernung von Schilddrüsenknoten erforderlich sein.

Das Verschlucken eines Fremdkörpers stellt einen medizinischen Notfall dar. Eine umgehende endoskopische Entfernung ist erforderlich, um Verletzungen der Speiseröhre und schwerwiegende Entzündungen im Brustkorb zu vermeiden. Typische Fremdkörper sind Fischgräten, Knochenteile, Zahnprothesen oder andere verschluckte Gegenstände.

Bei Tumoren des Rachens oder der Speiseröhre richtet sich die Behandlung nach Art und Ausdehnung der Tumorerkrankung und erfolgt interdisziplinär.

Beim Zenker-Divertikel steht die endoskopische Spaltung der Divertikelschwelle im Vordergrund. Diese Behandlung führt in den meisten Fällen zu einer raschen und deutlichen Verbesserung des Schluckvorgangs.

Bei neurologischen Erkrankungen stehen die Diagnostik und Behandlung der Grunderkrankung im Vordergrund. Ergänzend kommen logopädische Schlucktherapien zum Einsatz.

Liegen ausgeprägte knöcherne Anbauten der Halswirbelsäule (Morbus Forestier beziehungsweise diffuse idiopathische skeletale Hyperostose, DISH) vor, kann eine operative Entfernung dieser Knochenanbauten erforderlich sein, um das mechanische Schluckhindernis zu beseitigen.