Patienteninformation · Erkrankungen Nase

Chronische Rhinosinusitis mit Polypen

Gutartige Schleimhautwucherungen können die Nasenatmung, den Geruchssinn sowie die Belüftung der Nasennebenhöhlen beeinträchtigen.

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Überblick

Gutartige Schleimhautwucherungen (Nasenpolypen) im Bereich der Nasennebenhöhlen führen häufig zu einer behinderten Nasenatmung, einer Einschränkung oder dem Verlust des Geruchssinns sowie zu Druckgefühl und Kopfschmerzen.

Typisch ist außerdem eine chronische Schleimsekretion, die häufig auch in den Rachen abfließt. In seltenen Fällen kann die Entzündung auf benachbarte Strukturen übergreifen und Komplikationen im Bereich der Augenhöhle, der Wange oder – sehr selten – des Gehirns (Hirnabszess) verursachen.

Wann sollte eine Abklärung erfolgen?

  • Anhaltend verstopfte Nase
  • Eingeschränkter Geruchssinn
  • Häufige Nebenhöhlenentzündungen
  • Wiederkehrende Beschwerden trotz Behandlung

Symptome

  • Behinderte Nasenatmung
  • Druckgefühl im Gesichtsbereich
  • Kopfschmerzen
  • Riechminderung oder Geruchsverlust
  • Zäher Schleim und chronischer Sekretfluss

Diagnostik

  • Ausführliche Anamnese
  • Nasenendoskopie
  • Bildgebung der Nasennebenhöhlen mittels Computertomographie (CT) und gegebenenfalls Magnetresonanztomographie (MRT)

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der chronischen Rhinosinusitis und der Polypenbildung. Konservative Behandlungsmaßnahmen mit Antibiotika, kortisonhaltigen Nasensprays und gegebenenfalls Kortisontabletten sind insbesondere bei akut aufgetretenen Symptomen und gering ausgeprägten Befunden sinnvoll.

Ist der Befund ausgedehnt oder bleibt eine konservative Therapie erfolglos, kommt eine mikroskopisch-endoskopisch unterstützte Nasennebenhöhlenoperation zum Einsatz. Begleitend sollte eine allergologische Diagnostik erfolgen.

Liegt eine Allergie vor, wird diese gezielt mitbehandelt. Bei wiederkehrender Polypenbildung (Rezidiven) können heute sogenannte Biologika eingesetzt werden. Hierbei handelt es sich um spezifische Antikörper gegen Entzündungsmediatoren, beispielsweise Dupixent®, Tezspire®, Xolair®, Nucala® oder Fasenra®.

Diese Medikamente hemmen chronische Entzündungsprozesse und sind insbesondere bei gleichzeitig bestehendem Asthma bronchiale von großer Bedeutung.